Um den Wert einer Eigenjagd zu bestimmen, muss zunächst als Basis das Verhältnis zwischen den anteiligen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächenanteilen ermittelt werden. Da Agrarflächen einen höheren Kaufpreis erzielen, als Waldflächen, ist eine reine Waldeigenjagd i. d. R. preislich niedriger einzuordnen. Aufgrund der arrondierten Lage des Grundbesitzes ist hier jedoch mit einer Wertsteigerung gemessen an dem Umfang der Liegenschaft zu rechnen.
Um den Wert von landwirtschaftlichen Flächenanteilen zu bestimmen, sind folgende wesentliche Parameter zu berücksichtigen:
- Die Lage der Liegenschaft in Verbindung mit der infrastrukturellen Anbindung sowie das aktuelle Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem landwirtschaftlichen Grundstücksmarkt in Ihrer Region.
- Die Größe und Form der zu veräußernden Fläche sowie die Bonität und Struktur des Bodens und die vorhandene Klassifizierung als Acker- oder Grünland.
- Die Verfügbarkeit der Nutzfläche sowie die Nutzungsmöglichkeiten durch den Käufer nach dem Erwerb. Sollte eine langfristige Verpachtung bestehen oder wird vom Verkäufer eine Rückpacht gewünscht, so kann sich dies auf die erzielbaren Bodenpreise auswirken.
- Befindet sich das Grundstück in einem Landschafts-, Natur- oder Wasserschutzgebiet, sodass es nur eingeschränkt bewirtschaftet werden kann?
- Ist die Fläche mit Nitrat belastet oder wurde als eutrophiertes Gebiet ausgewiesen, so ist auch hier mit Einschränkungen für die Investoren zu rechnen.
- Die im Grundbuch eingetragenen Rechte und Belastungen.